Für den Mittwoch entschlossen wir uns für einen Ausflug zur angeblich  schönsten Insel Mauritius,
der Ile aux Cerfs.
Es ist wirklich eine Trauminsel und das Essen war handgemacht.
Es gab Kapitänsfisch, Hühnchen, Würstchen und einen schönen Nachtisch,
verbunden mit einheimischer Originalmusik, dem Sega.
Eine Gruppe Südafrikaner gaben sich hier mit Rum so die Kante, das wir viel zu lachen hatten.

Mit dem Speedboot fuhren wir durch die Lagune bis zu einem idyllisch gelegenen Wasserfall.
Auch das flache Wasser lud zum Baden ein.
Und natürlich Fotos machen war hier angesagt.
Am Abend eröffnete ein afrikanischer Cocktail das Essen.
Lammwürstchen, Fischspieße und vieles mehr wurde aufgetragen.

Den Donnerstag und Freitag verbrachten wir am Strand in Pérèybere.
Dort machten wir uns mit ein paar Mitfliegern aus Ifta bei Eisenach bekannt.
Sie hatten einen 3-jährigen Jungen Namens Felix mit, welcher uns viel Freude bereiten sollte.
Wir lernten ihm unter anderem das Lied “Auf`m Abbort is`is schie“.

Am Samstag, dem 12.06.04
holte uns Vassen, ein Taxifahrer mit der Empfehlung von Anne; pünktlich 9 Uhr vom Hotel ab,
um zur Nordtour zu starten. Er fuhr sehr vorsichtig und für uns sehr angenehm. Es wurde ein sehr schöner Ausflug.
Unsere Stationen waren:
Pamplemousses-Garten, Zuckermuseum, Port Louis, Domaine les Pailles, Mon Choisy
und ein Supermarkt.
Die größten Highlights waren die Riesenschildkröten, der Markt in Port Louis
und die schöne Kraterlandschaft um die Hauptstadt.

Nun plagte mich die Neugierde, doch einmal die Unterkunft von Annerose zu inspizieren
und Vassen zeigte uns das Hotel „La Cocoteraie“ in Mon Choisy.
Der Hotelchef führte uns durch die Räumlichkeiten und machte uns ein ganz interessantes Angebot.

Nun hat jeder einen anderen Geschmack, mir gefällt das „Coin de Mire“ besser.
Herrliche Badetage am Hotel und in Pereybere schlossen sich dann die nächsten 3 Tage an.
Der Dienstag endete mit einem Fischrestaurantbesuch dem „Kanaco“,
wo es zur Einstimmung erst mal Rum gab, natürlich gratis.
Wir genossen den Hummer und den gebratenen Fisch.
Zuvor jedoch gab es vorzügliche gebackene shrimps.
Ein sehr preiswertes und gutes Restaurant, unweit des Coin de Mire
.

Es war Mittwoch, der 16.06.04,
der Muezien hatte gerade gerufen und gegen 6:30 Uhr wartete schon Vassen vorm Hotel,
um uns an die Südwestküste zu bringen.
Mit Alain wollten wir die Delfinfamilien besuchen,
die in dieser Bucht bei Grande Riviere Noire ständig Fischschwärmen hinterher jagen.
Wir konnten 2 Familien mit einem frischen Baby beobachten, welches ein großes Erlebnis war.
Zum Schluss konnten wir noch die großartige Unterwasserwelt erschnorcheln.

Nach einem Frühstück setzten wir unsere Fahrt an der Südküste fort.
Ein Besuch in einer Teefabrik sitzt heute noch bei allen als ein großartiges Erlebnis fest in Erinnerung.
Uns wurde hautnah der Produktionsprozess erläutert und eine Verkostung angeboten.
Weiter ging die Tour zum Heiligen See „Grand Bassin“,
einer bedeutenden Pilgerstätte der Hindus, wo man auch Affen zu Gesicht bekam,
dem Chamarel Wasserfall und der „Bunten Erde“, einer Felsformation mit seltener Farbgebung.
Am Abend stellten wir fest, wir hatten Bergfest.

Nach einem Badetag stachen wir,
Thomas, Peter und Katrin aus Ifta und ich zum Hochseefischen in See.
Neun Stunden hoher Wellengang forderte seinen Tribut.
Bei manch einem spielte der Magen ganz schön verrückt, zum Vergnügen der Besatzung.
Ein kleiner Dorado (ca. 80cm) war die magere Ausbeute dieses sinnlos vertanen Urlaubstages.

 Am Samstag, den 19.06.04
entschlossen wir uns am Nachmittag vom Badestrand Pérèybere aus
einen Unterwasserspaziergang mit einer Tauchglocke zu unternehmen.
Beim Einsteigen ins Boot klemmte sich Elvira so den Finger,
dass wir einen Arzt ins Hotel kommen lassen mussten.
Zum Glück war er nicht gebrochen und konnte mit einfachen Hilfsmitteln behandelt werden.
Da am Sonntag das Wetter nicht so beständig zu werden schien,
hielten wir uns zunächst am Pool auf.
Bei einer Wanderung mit Thomas nach Pérèybere fiel uns eine Hundefamilie auf.
Vater, Mutter und 3 kleine Teckel kläfften uns an.
Sie ließen sich schließlich streicheln und waren sehr zutraulich.

 Am Montag
stand wieder eine Tour mit Vassen auf dem Programm, die sogenannte Süd-Osttour.
Die erste Station, das Kolonialhaus in Mokka ließen wir aus,
da uns der Eintritt von umgerechnet 10 € einfach zu hoch erschien.
Nun konnten wir die Gelegenheit wahrnehmen und
das abgebrannte Hotel „Blue Lagoon“ aufsuchen.
Wir waren nicht enttäuscht, das wir hier nicht Ferien machen konnten.
Es ist eine flächenmäßig kleine Anlage, weit entfernt von der schönen Gartenanlage
des „Coin de Mire“ und der Strand ist auch nicht der Schönste, hier sind viele Felsen.
Nun ging es zu einem Naturpark „Le Val“, wo es große Süßwasserfische,
schöne Wasserblumen, exotische Pflanzen und viele Wasserflächen gibt.
Im „Domaine du Chasseur“, einem Landschaftsschutzgebiet mit Affen, Hirschen
und Wildschweinen konnten wir schöne Ausblicke auf die Lagunen
und die umliegenden Bergwelt genießen.
Nach einem zünftigen Wildessen fuhren wir wieder zurück in den Norden.

Am 23.06.04
wanderten wir mit Peter, Katrin und Felix nach einem Strandtag in Pérèybere am Strand zum Hotel.
Dabei konnten wir uns noch einmal an der Hundefamilie erfreuen.


Am Donnerstag, dem 24.06.04 probierten wir einmal das bekannte Fischrestaurant“Amigo“ aus,
welches schon Jaques Chirac, dem französischen Staatspräsidenten, zu Gast hatte.

Ehrlich gesagt, es hat uns im „Kanaco“ besser gefallen.
Nun war schon der vorletzte Tag und nach einem Strandaufenthalt
mit Glasbodenbootsfahrt fuhr ich mit Thomas nach Grand Baie,
um noch letzte Souvenirs und Besorgungen zu machen.
Im Einkaufszentrum trauten wir unseren Augen nicht, es war Weinverkostung angesagt.
Unzählige Stände boten Weine aus Chile, Argentinien, Südafrika
und natürlich einheimischen Wein an.
8 Stände haben wir geschafft, dann begaben wir uns auf den Weg zur Bushaltestelle.
Unterwegs fing es an zu regnen, so dass wir uns unterstellen mussten.
Zufällig war dort ein Restaurant mit einer schönen Bar
und so saßen wir gemütlich und feierten eigentlich schon Abschied.

Am Samstag
ging ganz schön der Wind und wie uns ein Kellner mitteilte, war es ein Babyzyklon,
der aber am Tag abflaute.
So konnten wir schon vor dem letzten Baden ein paar Sachen packen.
Auf dem Balkon, den wir gemeinsam nutzten, nahmen wir, wie eigentlich jeden Abend,
einen Gute-Nacht-Trunk, heute einen Abschiedstrunk.

Pünktlich am Morgen kam der Kleinbus, doch was für eine Schreckstunde,
Thomas bekam den Safe nicht auf.
Ein Monteur schaffte es schließlich und so nahmen wir Abschied vom „Coin de Mire“,
maßgeschneidert für uns, mit freundlichen und hilfsbereiten Mitarbeitern vom Koch bis zum Gärtner.


Beim Start der B767 regnete es,
doch beim Überflug über die Nordküste konnten wir noch einmal
die Bucht um Grand Baie, Péreybère und Cap Malheureux sehen
.

Auf Wiedersehen Mauritius

vielleicht sehen wir uns noch einmal wieder.
Vielen Dank Annerose,
mit Deinen Infos hast Du wesentlich zum Gelingen
dieses Abenteuers beigetragen.
 
Autor: Wieland Daßler

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Mauritius Reise Fam. Dassler 2. Teil

 

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