Meine Reise nach Rodrigues
Zu meinem Besuch in Rodrigues muß ich zwei Vorbemerkungen machen.:
1.:
Da ich viel mit der Air Mauritius geflogen bin, hatte ich einen Frei-Flug.
Dabei hatte ich die Wahl zwischen Madagascar, Reunion und Rodrigues.
Ich entschied mich für Rodrigues.
Aus zwei Gründen.:
Einmal, weil ich schon immer mal dahin wollte (* Rodrigues ist wie Mauritius vor 60 Jahren*)
Und.:
Da ich nur eine Woche eingeplant habe, hatte Rodrigues die richtige Größe -- Reunion und Madagascar wären für eine wirkliche Erkundung zu groß gewesen.
Also.:
Wählte ich Rodrigues.
Übrigens.: Benannt nach seinem portugiesischem Entdecker, einem Kapitän.
ABER -- bemerkenswerterweise.: Dieses portugiesische Wort wird französisch ausgesprochen.
Also in Lautschrift.: *Rodrriiiieeg*
2.:
Ich gab ja in Mauritius Judo-Unterricht ( der National-Mannschaft ) und
sagte dem Chef der maurit. Judo-Federation mehr so nebenher, daß ich mal nach *Rodrigues* wollte.
Der schaltete sofort -- und, weil er mich mochte,
vermittelte er mir seinen besten Freund in Rodrigues, der dort ebenfalls der Judo-Coach dort war.
*Er würde mich betreuen und mir die Insel zeigen -- zum Ausgleich sollte ich etwas Judo geben.*
Und schon sind wir mitten in der Geschichte.:
Ich flog also des abends mit einer schönen zweimotorigen Turbo-Prop - Maschine ( Propeller - keine Düsen )
die erstaunlich komfortabel flog.
Nachts, ca 22.00 Uhr kam ich an.
Es war dunkel-schwarz - fast ohne Beleuchtung -
- und ich stand mutterseelenallein auf einem winzig kleinen schnuckeligen Flughafen auf einer winzig kleinen schnuckeligen Insel --
**Irgendwo im Nirgendwo.**
Zum Glück hatte mir der Chef von MRU-Judo im allerletzten Moment ( !! )
den Namen seines Freundes in Rodrigues gegeben.
...und den gab ich dem Mann am Schalter.
Der las den Namen - grinste - und gab sein *placet*.:
Ich durfte passieren.
Weiter hinten ( in diesem winzig kleinen Flughafen ) erwartete mich dann ein Mann und geleitete mich zum Auto.
Das erste, was mir dann auffiel, war die wesentlich bessere Luft in Rod.:
Richtig frisch und angenehm.!
WOW...und DAS mitten in den Tropen.!
Wirklich wunderschön...und so hatte ich es wirklich nicht erwartet.
Zur Erklärung sagte mir mein *Coach*, daß die schwüle feuchte Wärme in Mauritius auf die vielen Abgase und
die Kessellage von Port Louis zurückzuführen sei.
Und weil es den vielen Verkehr in Rodrigues ja nicht gab, sei die Luft dort auch viel besser.
Übrigens.:
Diese *bessere Luft* hielt bis zum Schluß an.
Und ich empfand den Unterschied bei meiner nachfolgenden Rückkehr nach Mauritius besonders deutlich.
Durch die Dunkelheit und schlechte Straßen *hügelauf und hügelab* ging die Fahrt.
Mutterseelenallein --
-- auf einer fremden Insel -- in schwarzer Dunkelheit und ohne Gegen-Verkehr.
Irgendwie war es unheimlich und abenteuerlich zugleich.:
Mitten in der Nacht in einer kleinen, unbekannten und unbeleuchteten Insel *mitten im Teich* mitten in den Tropen.
-- Zurück zu meinem Fahrer.:
Er brachte mich schließlich ca 23 Uhr in ein Hotel und setzte mich dort ab.
JAAA...:
Seine letzten Worte bevor er verschwand waren interessant.:
Er sagte.:
Am nächsten Morgen sollte ich auf der Terrasse frühstücken - und auf die Hauptstadt herunterschauen.!
JAAA.:
UND DAS WAR ES.! WOW.!
Am nächsten Morgen wachte ich auf, ging durch die Vorhalle und Speiseraum, setzte mich auf die Terrasse und genoß die Aussicht.:
WOW.!
Tief - ganz tief - unter mir.: Die Hauptstadt.!
Und ein SUPER SUPER Ausblick auf die Küste an dieser Stelle.!
Inkl. des Riffes rund um die Insel,
-- der Sandbänke innerhalb dieses Riffes und der deutlich sichtbaren Einfuhr-Schneise für die Schiffe zu dem Hafen von.:
*Port Mathurin*, der Haupstadt.
Ich fühlte mich schlagartig an das Gedicht *Die Bürgschaft* v Friedrich v Schiller erinnert.:
**Er saß auf seines Hotels Zinnen -
und schaute mit vergnügten Sinnen
auf Frühstück und die Haupstadt hin.
Dies Alles ist mir untertänig
sprach er zu dem Hotel-König
Gesteh', daß ich in Roddy bin**
JJaajjaaa.:
Das war etwas *frei* nach Fr. Schiller.
ABER.:
Ich *behaupte*.:
Er muß dort gewesen sein, als er das Gedicht fertigte...anders ist dieses sein Werk nicht vorstellbar...
Und ich hoffe damit.:
...diesen tollen Eindruck, den ich hatte, schön plastisch klar gemacht zu haben.
Der Ausblick jedenfalls war schlichtweg fantastisch.
WOW.!
Ganz so, wie Schiller ihn beschrieben hat...
Man muß ihn einfach mal erlebt haben.
~~~~~~~~
An die, die es nacherleben wollen.:
Es war das Hotel *Bois d'Olive* - auf dem Berg hoch über Port Mathurin.
Ein Hotel übrigens, das -- weil oben am Berg -- eines der wenigen ist, das kein Strand-Hotel ist, aber trotzdem ( oder deshalb.? ) ein wirklich gutes .
UND das auch von der einheimischen Haute Volee und Nomenklatura benutzt wird.
Und die nehmen garantiert nichts schlechtes.!
Anm.:
...und die haben auch ihr Weihnachts-meeting dort gefeiert. Ich war dabei.!
Ich genoß diesen fantastischen Ausblick jeden einzelnen Tag, den ich dort war.
Und.:
Ich habe ihn immer noch vor meinem inneren Auge. WOW.!
UND.:
Ein Nachwort noch.:
Der Leser erinnert sich, daß der Polizei-Beamte am Schalter des *Rodrigues -- Airport* gegrinst hat,
als er mich durchwinkte.?
Nun...die Erklärung bekam ich beim Einchecken für den Rückflug.:
Er war einer der Freunde des Judo-Coaches von Rodrigues.
Als die beiden mir das erklärten, amüsierten sie sich königlich.

Annerose Thoms - Vermittlung von Ferienunterkünften & Ausflügen auf Mauritius
info@annerose-thoms.de
www.annerose-thoms.de - www.mauritius-tipps.de - www.mauritius-taxi.de
Festnetz: 0049 (0) 2351 66 45 24 - Handy: +49 151 153 46167
Mauritius Tipps online seit 2000
