Wandern auf Mauritius

Für Wanderungen wäre eigentlich die Westküste, sprich ein Hotel in der Nähe des Ortes Flic en Flac angebracht.

Das ausgedehnteste Wandergebiet mit 50 Kilometern beschilderter Wanderwege stellt der
ca. 6.500 Hektar große National Park “Gorges de la Rivière Noire“ im Südwesten von Mauritius dar.
Hier im Black River Nationalpark hat man die beste Gelegenheit,
die einheimische Tier- und noch teilweise ursprüngliche Pflanzenwelt von Mauritius kennen zu lernen.
Auf verschiedenen Ganz- oder Halbtagestouren können Wanderer außerdem die Black River Schlucht durchstreifen,
die Wasserfälle von Chamarel entdecken, oder einen der “drei großen Berge“ von Mauritius zu besteigen.
Ein Hinweisschild an der Straße nach Chamarel markiert den dürftig beschilderten Wanderpfad zum Gipfel,
des höchsten Berges von Mauritius.

Der Aufstieg auf den 828 m hohen Piton de la Petite Rivière Noire,
dauert ca. drei Stunden.
Bei gutem Wetter kann man von seinem Gipfel aus bis zur Nachbarinsel Réunion blicken.
Ich kann dir diese Tour nur empfehlen, da es wirklich eine sehr schöne Wanderung ist.
Der letzte Teil des Aufstieges war meines Erachtens nach doch nicht ganz so einfach,
wie es in so manchen Reiseführern angegeben wird.

Zur Ausrüstung sollten unbedingt robustes, rutschfestes Schuhwerk, aber auch Regenkleidung gehören.
Denn im größten Naturschutzgebiet von Mauritius, der Plaine Champagne kann es auch
im schönsten mauritischen Sommer einmal regnen, während an der Küste die Sonne lacht.

Die beiden anderen interressanten Berge wären der Pieter Both (823 m) und
der Le Pouce mit seinen 812 Metern.

Eine sehr anspruchvolle Wanderung ist jedoch die auf den
812 m hohen Le Pouce im Osten von Port Louis gelegen.

Ich bin damals in der Nähe des kleinen Ortes La Laura gestartet.

Beachtet aber bitte die Wettervorhersagen, denn das Wetter auf Mauritius ändert sich sehr schnell.
Meistens ziehen erst am Nachmittag Regenwolken auf, und daher ist es empfehlenswert,
auch den Le Pouce in den Vormittagsstunden zu besteigen.
Da hier kaum eine Beschilderung zu finden ist, kann man sich sehr schnell verlaufen,
weil es sehr viele Abzweigungen gibt, die nicht zum Gipfel führen.

Im Gegensatz zu dem Piton de la Petite Rivière Noire ist es eine sehr schöne ,
aber auch leichte Wanderung bis zu dem Hochplateau.
Auf dem letzten Teilstück ist es nach Regenfällen sehr rutschig, und auch nicht ganz ungefährlich.
Von hier aus sind halt schon ein paar gefährliche Kletterpassagen zu überwinden,
um nach ca. 2 ½ Std. auf dem Gipfel zu stehen,
und die wunderbare Aussicht auf die Hauptstadt Port Louis,
und den Nachbargipfel Peter Both zu genießen.

Ich kann es daher auch nicht verstehen, wie es in so vielen Reiseführern als leichte Wanderung eingestuft wird.
 
Man kann aber auch von Port Louis aus auf den Gipfel des Le Pouce gelangen.
Allerdings sollte man den Gipfel nicht am Wochenende besteigen,
denn dann sind hier zu viele Einheimische unterwegs.

Der Aufstieg von Port Louis beginnt bei der Kapelle St. Anne,
nahe der Pferderennbahn (Marsfeld) im Süden von Port Louis, und führt durch das Vallee du Pouce.
Von hier aus ist der gut begehbare Pfad deutlich zu erkennen.
Der Anstieg windet sich in steilen Kehren hinauf zu Gipfel.
Aufgrund der großen Höhendifferenz sollte man für den Aufstieg knapp 4 Std. rechnen,
und eine gute Kondition haben.

 

Wandern auf Mauritius - ein Bericht von Brösel - Werner

Wandern

 

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